Wie läuft die ärztliche Abklärung bei Erschöpfung ab, bevor ein Coaching beginnt?
Erste Anlaufstelle ist meist die hausärztliche Praxis. Nach der DEGAM-Leitlinie „Müdigkeit“ kann sie nach Schlaf, Stimmung und Belastungen fragen und den Körper untersuchen. Dazu kommt ein Basislabor, z. B. Blutbild, Entzündungswerte, Blutzucker, ein Leberwert und TSH. Laut NHS kann sie bei Bedarf an Fachärzte überweisen, bei Verdacht auf Schlafapnoe z. B. an ein Schlaflabor.
Welche Fragen beantwortet exburnout.com zum Thema „Ärztliche Abklärung bei Erschöpfung“?
- Warum bei Burnout zuerst zum Arzt und dann ins Coaching?Die ärztliche Abklärung sollte speziell bei Burnout vor einem Coaching erfolgen. Depression, Angststörungen, unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten, inflammatorische Prozesse (Entzündungen) und körperliche Erkrankungen (endokrinologische Krankheitsbilder können mit Burnout-Symptomen verbunden sein) können ähnliche Beschwerden wie ein Burnout auslösen.
- Zu welchem Arzt geht man bei Burnout?Erste Anlaufstelle bei Erschöpfung ist in der Regel die hausärztliche Praxis. Sie kann die Basisdiagnostik übernehmen und bei Bedarf an Fachärzte überweisen.
- Was sage ich dem Hausarzt bei Erschöpfung?Der Praxis können z. B. diese Angaben helfen: wie lange die Erschöpfung besteht, wie Schlaf und Stimmung sind, welche Belastungen und weiteren Beschwerden es gibt und welche Medikamente oder anderen Substanzen eingenommen werden.
- Welche Blutwerte werden bei Erschöpfung untersucht?Die DEGAM-Leitlinie „Müdigkeit“ empfiehlt als Basislabor ein Blutbild, Entzündungswerte, Blutzucker, einen Leberwert und TSH. Nieren- und Eisenwerte kommen nur in bestimmten Situationen hinzu.
- Was macht der Arzt bei Erschöpfung?Die hausärztliche Praxis kann bei Erschöpfung die Vorgeschichte erheben und nach Depression und Angst fragen. Sie kann den Körper untersuchen und ein Basislabor veranlassen.
- Wann kann Erschöpfung zum Notfall werden?Zur Erschöpfung können Warnzeichen hinzukommen, die einen Notfall bedeuten, z. B. plötzlicher Brustschmerz, der nicht vergeht. Dann gilt der Notruf 112. Bei Gedanken, sich das Leben zu nehmen, helfen Krisentelefone rund um die Uhr, bei akuter Gefahr ebenfalls die 112.
Die Inhalte auf exburnout.com dienen der Information und Orientierung. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Im Notfall: 112.