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Burnout-Syndrom: Fragen und Antworten

55 kurze Antworten mit Quellen, angeführt von WHO und begutachteter Forschung. Die Antworten führen zuerst zur ärztlichen Abklärung und dann zum nächsten Schritt.

Wann benötigt man bei Erschöpfung sofort Hilfe?

Einige Beispiele: plötzlicher Brustschmerz, der nicht vergeht, Gedanken, sich das Leben zu nehmen, oder die Gefahr, sich etwas anzutun. Notruf: 112. Wann kann Erschöpfung zum Notfall werden?

Warum steht beim Burnout-Syndrom die ärztliche Abklärung an erster Stelle?

Z. B. Depression, Angststörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Blutarmut, Schlafapnoe, ME/CFS, ein Niacinmangel oder Medikamente können eine ähnliche Erschöpfung verursachen wie ein Burnout. Die ärztliche Abklärung kann die Ursache klären, bevor ein Coaching beginnt. Warum bei Burnout zuerst zum Arzt und dann ins Coaching?

Welche Fragen zum Burnout-Syndrom beantwortet exburnout.com?

Was ist ein Burnout-Syndrom, und wodurch entsteht es?

Die WHO beschreibt den Burnout als Syndrom aus chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Er kann sich als Erschöpfung, innere Distanz zur Arbeit und verringerte Leistungsfähigkeit zeigen. Als Krankheit ist er nicht eingeordnet. Studien verbinden ihn z. B. mit hoher Arbeitslast, geringem Handlungsspielraum und wenig Unterstützung am Arbeitsplatz. Das Gesundheitsportal gesund.bund.de nennt, anders als die WHO, auch außerberufliche Belastungen, z. B. die Pflege von Angehörigen.

Alle Fragen zu diesem Thema: Burnout-Syndrom: Definition und Ursachen

An welchen Anzeichen lässt sich ein Burnout erkennen, und was kann sonst dahinterstecken?

Typisch für einen Burnout können z. B. Erschöpfung, Zynismus gegenüber der Arbeit und verringerte Leistungsfähigkeit sein. Dieselben Anzeichen können auch bei Depression, Angststörungen und körperlichen Erkrankungen auftreten. Bei einem Burnout können auch Konzentrationsprobleme und ein Gefühl innerer Leere auftreten. Gereiztheit kann z. B. zu einer Depression oder einer Angststörung gehören.

Alle Fragen zu diesem Thema: Burnout-Symptome

Welche körperlichen Beschwerden und Schlafstörungen können mit einem Burnout einhergehen?

Prospektive Studien verbinden den Burnout z. B. mit Schmerzen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und Schlaflosigkeit. Herzklopfen, häufige Infekte oder nicht erholsamer Schlaf können auch medizinische Ursachen haben. Deshalb gehören diese Beschwerden in eine ärztliche Abklärung. Sehr frühes Aufwachen kann z. B. zu einer Depression gehören, häufiges nächtliches Aufwachen z. B. zu einer Schlafapnoe. Erschöpfung trotz ausreichend Schlaf kann z. B. mit einer Schlafapnoe, einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer Depression zusammenhängen.

Alle Fragen zu diesem Thema: Körperliche Beschwerden und Schlafstörungen

Welche Störungsbilder können mit einem Burnout-Syndrom in Verbindung stehen, die kein Coaching-Thema sind?

Z. B. Depression, Angststörungen, Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut, Schlafapnoe, ME/CFS, Post-COVID-Erkrankung, Diabetes, ein Niacinmangel oder Medikamente und Alkohol können eine ähnliche Erschöpfung verursachen wie ein Burnout. Abklärung und Behandlung gehören in ärztliche oder psychotherapeutische Hände. Manche davon lassen sich über Blutwerte wie TSH, Blutbild und Blutzucker eingrenzen, andere z. B. über eine Schlafuntersuchung.

Alle Fragen zu diesem Thema: Störungsbilder neben dem Burnout

Wie läuft die ärztliche Abklärung bei Erschöpfung ab, bevor ein Coaching beginnt?

Erste Anlaufstelle ist meist die hausärztliche Praxis. Nach der DEGAM-Leitlinie „Müdigkeit“ kann sie nach Schlaf, Stimmung und Belastungen fragen und den Körper untersuchen. Dazu kommt ein Basislabor, z. B. Blutbild, Entzündungswerte, Blutzucker, ein Leberwert und TSH. Laut NHS kann sie bei Bedarf an Fachärzte überweisen, bei Verdacht auf Schlafapnoe z. B. an ein Schlaflabor.

Alle Fragen zu diesem Thema: Ärztliche Abklärung bei Erschöpfung

Was gilt bei Krankschreibung, Kündigungsgedanken und der Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einem Burnout?

Die Arbeitsunfähigkeit stellt ein Arzt fest und bescheinigt sie. Die WHO empfiehlt Rückkehrprogramme, die Anpassungen bei der Arbeit mit fortlaufender ärztlicher Betreuung verbinden. In Deutschland sieht § 74 SGB V eine stufenweise Wiedereingliederung vor. Hierher gehören auch die Fragen, wie lange ein Burnout dauern kann und ob eine Kündigung in der Erschöpfung sinnvoll ist.

Alle Fragen zu diesem Thema: Krankschreibung und Rückkehr an den Arbeitsplatz

Wie können Angehörige unterstützen, und wann kann ein Coaching nach einem Burnout passen?

Angehörige können helfen, indem sie bemerkte Veränderungen ansprechen und eine ärztliche Abklärung unterstützen. Studien bei Ärzten zeigen, dass persönliche und organisatorische Maßnahmen Burnout verringern können. Ein Coaching zu Fragen der Arbeits- und Lebensgestaltung kann passen, sobald eine Erkrankung ausgeschlossen oder ärztlich abgestimmt behandelt ist. Zu diesem Thema gehören auch das Kohärenzgefühl nach Aaron Antonovsky, der Kernbegriff der Salutogenese, und die Frage, ob soziale Unterstützung vor einem Burnout schützen kann.

Alle Fragen zu diesem Thema: Angehörige, Vorbeugung und Coaching

Die Inhalte auf exburnout.com dienen der Information und Orientierung. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Im Notfall: 112.

Von Johannes Faupel · Zertifiziert durch IGST und SG, Netzwerkpartner im sysTelios-Netzwerk · Erstellt am