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Wann ist eine NAD-Plus-Behandlung medizinisch belegt?

Belegt ist die Gabe von Niacinamid, einer Vorstufe von NAD, bei Pellagra, der schweren Form des Niacinmangels. Für NAD-Vorstufen oder NADH gibt es erste Studien, z. B. bei COVID-19 (Nicotinamid) und bei ME/CFS (NADH zusammen mit Coenzym Q10). Für NAD+ als Infusion fehlen Wirksamkeitsstudien.

Bei Pellagra ist die Behandlung laut einer Übersichtsarbeit in Folia Medica Cracoviensia (2021) ursächlich und beruht auf der Gabe von Niacinamid. Ohne Behandlung in frühen Stadien kann die Erkrankung tödlich verlaufen. Als Ursachen nennen Übersichtsarbeiten z. B. chronischen Alkoholmissbrauch, bestimmte Medikamente wie das Tuberkulosemittel Isoniazid und Störungen des Verdauungstrakts.

Bei ME/CFS fand eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit 73 Patienten in Antioxidants & Redox Signaling (2015) unter Coenzym Q10 plus NADH (der reduzierten Form von NAD) zum Einnehmen eine signifikante Verringerung der Erschöpfung gegenüber Placebo. Eine Studie mit 207 Patienten in Nutrients (2021) berichtet Verbesserungen innerhalb der Behandlungsgruppe. Solche Verbesserungen zeigen allein noch keine Wirkung gegenüber Placebo. Bei COVID-19 fand eine randomisierte Studie mit 900 ambulanten Patienten in Nature Metabolism (2025), dass sich in der Gruppe mit Risiko für einen schweren Verlauf unter einer Nicotinamid-Zubereitung 57,6 % bis Woche 2 von ihrem Leistungsabfall erholten, unter Placebo 42,6 %. Bei älteren Menschen berichtet eine randomisierte Studie in Nutrients (2022) weniger Schläfrigkeit, wenn NMN nachmittags eingenommen wurde. Die Placebo-Gruppe mit Einnahme am Nachmittag verbesserte sich ebenfalls.

Für NAD+ über die Vene fand eine systematische Übersichtsarbeit in Ageing Research Reviews (2026) keine auswertbare Wirksamkeitsstudie für Anti-Aging- oder Wellness-Zwecke. Eine Übersichtsarbeit in Frontiers in Aging (2026) hält die Belege für vorläufig und nennt Übelkeit, Krämpfe, Hautrötung und Brustbeschwerden als berichtete Nebenwirkungen. Keine dieser Studien hat Menschen mit Burnout untersucht.

Was lässt sich bei der ärztlichen Abklärung zur NAD-Plus-Behandlung, also der Gabe von NAD+ oder seinen Vorstufen ansprechen?

  • ob ein Niacinmangel möglich ist, z. B. bei Alkohol, Medikamenten oder Verdauungsproblemen
  • bereits eingenommene NAD-Präparate oder Infusionen
  • Begleiterkrankungen, z. B. ME/CFS oder Post-COVID-Erkrankung
  • mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Erschöpfung kann viele Ursachen haben, darunter Erkrankungen, die eine Behandlung brauchen. Deshalb steht vor einem Coaching die ärztliche Abklärung, in der Regel zuerst in der hausärztlichen Praxis.

Worauf stützt sich die Antwort zur NAD-Plus-Behandlung, also der Gabe von NAD+ oder seinen Vorstufen?

Wie hängen die Fragen zur NAD-Plus-Behandlung, also der Gabe von NAD+ oder seinen Vorstufen zusammen?

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Wann ist eine NAD-Plus-Behandlung medizinisch belegt? Diese Frage Wann ist eine NAD-Plus-Behandlungmedizinisch belegt? Folgefrage Ist NAD+ gegen Burnout eher Volks-Empirie oder wissenschaftlichbelegt? Zur Antwort → Folgefrage Können meine Medikamente der Grundfür meine Müdigkeit sein? Zur Antwort → Benachbarte Frage Hilft eine NAD-Plus-Infusion gegenBurnout? Zur Antwort → Benachbarte Frage Warum geht es mir nach Anstrengungtagelang schlechter? Zur Antwort →

Die Inhalte auf exburnout.com dienen der Information und Orientierung. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Im Notfall: 112.

Von Johannes Faupel · Zertifiziert durch IGST und SG, Netzwerkpartner im sysTelios-Netzwerk · Erstellt am