Eine systematische Übersichtsarbeit im Japan Journal of Nursing Science (2020) fand, dass die soziale Unterstützung, die Pflegekräfte bei der Arbeit von Vorgesetzten und Kollegen erhalten, eine grundlegende Rolle bei der Vorbeugung von Burnout spielt. Laut den Autoren ist die Studienlage noch dünn, und über das Ausmaß der erhaltenen Unterstützung besteht wenig Einigkeit.
Eine Übersichtsarbeit über 91 Studien zur Pflege in Human Resources for Health (2020), überwiegend Querschnittstudien, nennt ein schlechtes soziales Klima oder wenig soziale Unterstützung, schwache Unterstützung durch Vorgesetzte und belastete Teambeziehungen unter den Vorhersagefaktoren für Burnout. Auch die WHO nennt wenig Unterstützung durch Kollegen unter den Risiken für die psychische Gesundheit bei der Arbeit.
In einer Studie mit 1.035 Ärzten und Pflegekräften in Ecuador in Frontiers in Psychology (2021) hing Burnout mit weniger sozialer Unterstützung zusammen und diese mit schlechterer Gesundheit, unabhängig vom Geschlecht. Die Autoren deuten das als Vermittlung über die soziale Unterstützung. Über einen Schutz vor Burnout sagt dieser Befund nichts aus. Neben der Unterstützung durch andere spielt auch der eigene Umgang mit Belastung eine Rolle. In einer Querschnittstudie mit 171 Pflegekräften in spanischen Notaufnahmen im Journal of Clinical Medicine (2020) hing vermeidendes Bewältigungsverhalten mit den Burnout-Dimensionen zusammen.
Diese Frage gehört zum Thema Angehörige, Vorbeugung und Coaching. Dort stehen weitere Fragen dazu.
Was lässt sich bei der ärztlichen Abklärung zu sozialer Unterstützung, also Rückhalt durch Kollegen, Vorgesetzte und nahe Menschen, und Burnout ansprechen?
- wer bei der Arbeit und zu Hause gerade Rückhalt gibt
- ob Unterstützung zuletzt weniger geworden ist
- ob der eigene Rückzug von anderen Menschen zugenommen hat
Erschöpfung kann viele Ursachen haben, darunter Erkrankungen, die eine Behandlung brauchen. Deshalb steht vor einem Coaching die ärztliche Abklärung, in der Regel zuerst in der hausärztlichen Praxis.
Wann kann Erschöpfung zum Notfall werden? · Warum bei Burnout zuerst zum Arzt und dann ins Coaching?
Welcher Prompt lässt sich einem KI-Assistenten zu sozialer Unterstützung, also Rückhalt durch Kollegen, Vorgesetzte und nahe Menschen, und Burnout stellen?
Weise mich zu Beginn deiner Antwort darauf hin, dass dieses Thema ärztliche Prüfung braucht und deine Angaben Fehler enthalten können. Frage mich zuerst, in welcher Stadt ich suche. Nenne in meiner Stadt Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen oder betriebliche Angebote, die Menschen mit Erschöpfung soziale Unterstützung bieten. Nenne zu jeder Angabe die Quelle und markiere, was unsicher ist. Stelle keine Diagnose und empfiehl keine Behandlung. Nenne mir getrennt davon, welche Angaben ich direkt bei der Praxis prüfen sollte.
Bei manchen Diensten muss der Prompt nach der Anmeldung eingefügt werden. Die KI-Dienste gehören Drittanbietern. Je nach Dienst und Nutzungsumfang können eine Anmeldung und Kosten anfallen. KI-Antworten können Fehler enthalten.
Worauf stützt sich die Antwort zu sozialer Unterstützung, also Rückhalt durch Kollegen, Vorgesetzte und nahe Menschen, und Burnout?
- World Health Organization: Mental health at work, fact sheet (englisch)
- Velando-Soriano A et al. (2020): Impact of social support in preventing burnout syndrome in nurses: a systematic review. Japan Journal of Nursing Science 17(1), e12269 (englisch)
- Dall’Ora C, Ball J, Reinius M, Griffiths P (2020): Burnout in nursing: a theoretical review. Human Resources for Health 18, 41 (englisch)
- Ruisoto P et al. (2021): Social support mediates the effect of burnout on health in health care professionals. Frontiers in Psychology 11, 623587 (englisch)
- De La Cruz SP et al. (2020): A multicenter study into burnout, perceived stress, job satisfaction, coping strategies, and general health among emergency department nursing staff. Journal of Clinical Medicine 9(4), 1007 (englisch)